SANIERUNG

Print Friendly, PDF & Email

Organisation des Schulbetriebes während der Sanierung der Regionalen Schule „Ernst Moritz Arndt“ in Greifswald 2017 bis 2019

Der Bildungsausschuss befasste sich im März 2016 in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Bau- und Finanzausschuss mit dem Sanierungsumfang und den Sanierungskosten der Arndtschule.

Die Sanierung wird mit Mitteln der Städtebauförderung in Höhe von 3,7 Millionen Euro gefördert, die Gesamtkosten betragen 6,6 Millionen Euro. Den Zuwendungsbescheid übergab Minister Pegel im Dezember 2016 im Beisein von Schülern an den Schulträger.

Inzwischen fanden monatlich Bauplanungsbesprechungen statt.

 Diese Schulsanierung ist ein einmaliges Experiment, das allergrößte Aufmerksamkeit erfordert, denn wir hatten bisher keine vergleichbare Baumaßnahme in unserer Stadt, in der Kinder und Jugendliche mitten im Baugeschehen normal weiter lernen sollten.

 Seit dem vergangenen Jahr wurde an der Arndtschule schrittweise die Schülerzahl auf ca. 350 abgesenkt. Es ist vorgesehen, dass sieben Klassen der Jahrgänge 5 und 6 mit ca. 175 Schülern im Schulersatzgebäude unterrichtet werden. Die andere Hälfte verbleibt im Hauptgebäude.

Die 2jährige Bauphase unterteilt sich in 7 Bauabschnitte, denen ein Bauabschnitt Null vorgeschaltet wird. Der Bauabschnitt Null befasst sich ab Mitte Mai 2017 mit der Baustelleneinrichtung und den Anschlussleitungen für den Aufbau des 2geschossigen Schulersatzgebäudes als Miet-Containeranlage (je Klassenraum ca. 50 qm, Elektroheizung, Klappschiebetafel, Garderobenhaken, J- und M-WC) auf dem Kleinspielfeld neben der Schule. Folglich ist das Kleinsportfeld bis zum Ende der Baumaßnahme 2019 nicht mehr für den Sportunterricht nutzbar. Das Schulersatzgebäude wird mit den Möbeln der umziehenden Klassen bestückt.

Der 1. Bauabschnitt erfolgt mit Beginn der Sommerferien und mit dem Einbau des Aufzugschachtes.

Am Anfang des kommenden Schuljahres 2017/18 müssen die Klassen im Hauptgebäude mehrmals inklusive aller Arbeitsmittel und Möbel umziehen, da mit Baufortschritt Räume fertig werden und andere freigeräumt werden. Der gesamte Umzugsablauf steht in Verantwortung der Abteilung Gebäudemanagement im Immobilienverwaltungsamt. Große Lehrmittelbestände werden im Juli komplett eingelagert. Lagerräume befinden sich am Gorzberg und ein kleines Zwischenlager in der Sporthalle. Vorübergehend unterstützt uns ein zweiter Hausmeister.

Nach der Sanierung entstehen ein völlig neuer Raumzuschnitt auf allen Etagen und eine deutliche Raumerweiterung. Der gesamte Verwaltungstrakt kommt ins Erdgeschoss. Das Schulhaus erfüllt dann hohe Sicherheitsstandards und ist barrierefrei.

Der äußere Namenszug am Eingangsportal der Schule bleibt erhalten, genauso wie die Wandmalerei auf dem Flur vor der Aula, die in einem Kunstprojekt gemeinsam mit polnischen Schülern aus Mitteln der EU/Interreg nach einigen Sagen von Rügen, gesammelt und aufgeschrieben von Ernst Moritz Arndt, sowie nach Skizzen und Entwürfen der Schüler in Acryl gemalt und in Metall geschlagen, entstand.

 Auf Grund von erheblichen Einschränkungen in der Unterrichtsarbeit und den Freizeitangeboten haben die Fachkonferenzen die schulinternen Lehrpläne so verändert, dass man in normalen Klassenräumen Fachunterricht methodenreduziert erteilen kann.

 Temporär fallen weg:

 Freisportfläche, Förderräume, Schulsanitätsraum für Erste Hilfe, Schulbuchlager,

Waschraum für HW, Bügelraum, Schulclub mit 2 Aufenthaltsräumen, Töpferwerkstatt

Fachräume für Biologie, Chemie und Kunst, Werkraum, Hauswirtschaftsküche, Informatikkabinette, Musikraum, Physikraum

 Vorübergehend dürfen die Schülerinnen und Schüler alle Fahrradständer im Innenhof benutzen. Das Abstellen und Anschließen der Fahrräder am Bauzaun ist nicht gestattet.

 Die Lernbedingungen der Schüler sind deutlich eingeschränkt.

Die Verkehrswege im Schulhaus und im Außengelände stehen aus Sicherheitsgründen unter unserer besonderen Beobachtung.

Es ist sehr wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler den Sicherheitshinweisen Folge leisten. Persönliche Gegenstände, wie Schulbücher und Hefte, Sportsachen und u.a. müssen die Kinder täglich mit nach Hause nehmen. Es gibt während der Bauphase keine Lagermöglichkeiten für persönliche Gegenstände. Im Schülerspeiseraum bleibt die Mittagsversorgung durchgängig gewährt.

Problematisch und noch ungeklärt bleiben die Beeinträchtigung durch Baulärm und der Wegfall von Parkplätzen für Lehrkräfte, die zwischen Schulen pendeln. Da sich Leise und Laut (Lernen und Bauen) schlecht vertragen, bedarf es klarer Absprachen zwischen der Bauleitung und dem Auftraggeber.

 Leddin / Schulleiterin


Pressemitteilung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald vom 24.05.2017

„Erste Vorarbeiten für Sanierung der Arndt-Schule haben begonnen“